Deutscher Wetterdienst

Wetter- und Warnlage für Deutschland

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Montag, 16.02.26, 11:33 Uhr


Auf den Nordosten ausgreifender Schneefall, im Bergland kräftig. Im Westen
und Südwesten im Bergland Schneeschauer, vereinzelt Gewitter mit
stürmischen Böen. Kommende Nacht ab 400 bis 600 m Schneeschauer, bei
Aufklaren überfrierende Nässe. 



Wetter- und Warnlage:
Ein Tiefausläufer kommt etwa bis zur Elbe voran und führt etwas mildere
Atlantikluft heran. Nordöstlich der Elbe hält sich weiterhin Kaltluft.  


SCHNEE/GLÄTTE:
Heute im Norden und Osten zeitweise leichter Schneefall mit Neuschneemengen
zwischen 1 und 5 cm, nur in Vorpommern kaum Schneefall. In den
Mittelgebirgen oberhalb 500 bis 1000 m mit kräftigen Schauern oder
Gewittern 5 bis 10 cm Neuschnee in kurzer Zeit möglich. 

Abends und nachts im Nordosten leichte Schneefälle. Dabei Neuschneemengen
zwischen 1 und 4 cm. 
Im übrigen Deutschland Absinken der Schneefallgrenze auf 700 bis 400 m mit
Neuschneemengen bis 5 cm in den Höhenlagen. Nur in Staulagen örtlich mehr
Schnee. Vor allem im Schwarzwald, in den Alpen und im Bayerischen Wald 5
bis 10 cm Neuschnee, exponiert bis 15 cm. 
Vom nördlichen Niedersachsen bis zum zentralen Sachsen vorübergehend
gefrierender Regen möglich. Im Mittelgebirgsraum bei Aufklaren
überfrierende Nässe.

Am Dienstag im Nordosten weiterhin leichter Schneefall mit Neuschneemengen
zwischen 1 und 5 cm.
Im Bergland oberhalb von 400 bis 600 m Schneeschauer und ebenfalls 1 bis 5
cm Neuschnee möglich. In exponierten Staulagen auch Neuschneemengen
zwischen 5 und 10 cm. 
In den Alpen und im Schwarzwald bis zum späten Abend oberhalb von 1000 m
Gesamtneuschneemengen zwischen 20 und 30 cm, hochalpin bis 40 cm. 

GEWITTER:
Im Tagesverlauf in der Südwesthälfte kurze Gewitter mit Graupel und
steifen bis stürmischen Böen (Bft 7 bis 8). Abends nachlassend.

Am Dienstag im äußersten Süden im Tagesverlauf einzelne Gewitter mit
Graupel nicht ausgeschlossen.

WIND/STURM:
An der Ostsee bis zum Nachmittag, in Vorpommern bis zum Abend kräftiger
Südostwind mit steifen bis stürmischen Böen.
Im Südwesten und Süden im Bergland steife bis stürmische Böen bis 70
km/h (7 bis 8 Bft), auf exponierten Bergen Sturmböen Bft 8 bis 9). Auf
Schwarzwald- und Alpengipfeln schwere Sturmböen um 100 km/h (10 Bft). Am
Nachmittag und Abend abnehmender Wind.

Kommende Nacht und am Dienstag nur noch auf exponierten Gipfeln stürmische
Böen oder Sturmböen zwischen 65 und 85 km/h.

FROST:
Heute etwa östlich der Elbe Dauerfrost zwischen -4 und 0 Grad.

In der Nacht zum Dienstag in der Südwesthälfte in den Niederungen
frostfrei. In der Nordosthälfte leichter Frost bis -5 Grad, in Vorpommern
mäßiger Frost bis -7 Grad.

Am Dienstag im Nordosten Dauerfrost zwischen 0 und -3 Grad.   




Detaillierter Wetterablauf:
Heute von der Nordsee bis in den Südosten und Osten Schneefälle, im
Bergland teils kräftig, unter Abschwächung bis in den Nordosten
vorankommend. Nur in Vorpommern bis zum Abend noch trocken. Sonst
wiederholt Regenschauer, teils auch kurze Graupelgewitter. Nordöstlich des
Harzes oft Dauerfrost mit -4 bis 0 Grad. Weiter nach Südwesten milder, 1
bis 7, am Oberrhein bis 10 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind, im Norden
und Osten aus Südost, sonst aus Südwest. In Gewitternähe, an der Ostsee
sowie im Süden und Südwesten starke bis stürmische Böen, im Bergland
Sturmböen. 
In der Nacht zum Dienstag verbreitet schauerartig verstärkte
Niederschläge, im Bergland und im Nordosten durchgängig als Schnee. Sonst
zunächst noch Regen, bis zum Morgen in der Westhälfte allmählich auf
etwa 600 bis 400 Meter absinkende Schneefallgrenze. Gebietsweise Glätte.
Von der Nordsee bis zum Erzgebirge vereinzelt gefrierender Regen möglich.
Tiefstwerte in der Südwesthälfte +5 bis 0 Grad und weiter windig, im
Bergland stürmisch. In der Nordosthälfte 0 bis -7 Grad. 


Am Dienstag häufig Regen- oder Schneeschauer, in Nordweststaulagen länger
anhaltende Schneefälle, an den Alpen auch kräftig. Im Nordosten sowie
oberhalb 600 m durchweg Schnee. Im Süden vereinzelt Gewitter. Im
äußersten Nordosten meist leichter Dauerfrost, sonst 1 bis 7 Grad, am
Oberrhein darüber. Im Süden und Westen mäßiger bis frischer, dort im
Bergland in Böen stürmischer West- bis Nordwestwind. Sonst schwacher bis
mäßiger Wind, im Norden und Nordosten aus östlichen Richtungen. 
In der Nacht zum Mittwoch von der Mitte bis in den Osten und Südosten
weiterhin Schneeschauer. Sonst weitgehend abklingende Niederschläge und
gebietsweise Auflockerungen. Tiefstwerte -2 bis -8, an Rhein und Main um 0
Grad. Vom Nordwesten bis zur Mitte stark böig auffrischender Nordwestwind.




Am Mittwoch im Osten und Norden teils stark bewölkt, dort gebietsweise
Schneeschauer. Sonst wechselnd bewölkt und niederschlagsfrei. Im
Südwesten voraussichtlich gegen Abend aufziehende Bewölkung und
aufkommender Schneefall. Tageshöchsttemperaturen im Norden und in der
Mitte -2 bis +2, im Süden und in Rheinnähe 2 bis 6 Grad. Meist
schwachwindig.
In der Nacht zum Donnerstag in der Nordhälfte vielfach klar oder gering
bewölkt. An der Ostsee einzelne Schneeschauer. Im Südwesten und Westen
aufkommend teils kräftiger Schneefall, im Laufe der Nacht im äußersten
Südwesten auf 1000 m ansteigende Schneefallgrenze und Übergang in Regen.
Temperaturrückgang auf -1 bis -8 Grad, bei Aufklaren über Schnee auch
darunter.



Am Donnerstag vom Westen im Südosten zeitweise Schneefall, im Südwesten
teils Regen oder Schneeregen. Sonst wechselnd bewölkt, vor allem im
Nordwesten mit Aufheiterungen. Im Nordost sowie in einigen
Mittelgebirgslagen teils Dauerfrost bei -3 bis 0 Grad, am Rhein +6 bis +8
Grad. Vorübergehend auffrischender und auf Nordost bis Nord drehender
Wind. 
In der Nacht zum Freitag in den Alpen anfangs noch etwas Schnee, sonst kaum
noch Niederschlag und gebietsweise aufklarend. Abkühlung auf -1 bis -6,
bei klarem Himmel im Norden und Osten -6 bis -11 Grad.


Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, MSc.-Met. Sebastian Schappert