Deutscher Wetterdienst

Wetter- und Warnlage für Deutschland

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Samstag, 03.01.26, 14:23 Uhr


Windig, gebietsweise stürmisch, zeitweise Schneefall, Glätte und
verbreitet Nachtfrost. Im Bergland Dauerfrost und teils Schneeverwehungen.



Wetter- und Warnlage:
Ein umfangreiches Tief mit Kern bei Gotland sorgt mit polarer Meeresluft
für unbeständiges und windiges Winterwetter in Deutschland. 

SCHNEEFALL/-VERWEHUNGEN:
Im Norden und in der Mitte häufig Schnee- oder Graupelschauer mit meist
nur wenigen cm Neuschnee oder Schneematsch in tiefen Lagen. Im Nordweststau
der nördlichen und östlichen Mittelgebirge 5 bis 10 cm Neuschnee, teils
binnen weniger Stunden und mit Verwehungen. 
In der Norddeutschen Tiefebene, etwa vom nördlichen Niedersachsen bis zum
Berliner Raum kleinräumig 5 bis 10 cm wahrscheinlich, lokal bis 15 cm in
wenigen Stunden nicht ausgeschlossen.

In der Nacht zum Sonntag und auch im Laufe des Sonntags im Norden sowie im
Mittelgebirgsraum weitere Schneeschauer. Dabei gebietsweise 1 bis 3, in
Staulagen um 5 cm Neuschnee. 

GLÄTTE:
Aktuell sowie auch in der Nacht zum Sonntag und bis in den Sonntagvormittag
hinein Glättegefahr durch gefrierende Nässe, Schnee und Schneematsch.

FROST:
Heute tagsüber verbreitet leichter Frost, im Bergland und im Süden sowie
im äußersten Norden generell Dauerfrost.
In der Nacht zum Sonntag und bis in den Sonntagvormittag hinein erneut
verbreitet frostig bei -1 bis -4 Grad, im Norden bei Auflockerungen über
Schnee sowie im ganz im Süden und generell im Bergland mäßiger Frost
zwischen -5 und -10 Grad, am Alpenrand bis unter -10 Grad.

WIND/STURM:
Heute im Tagesverlauf auf die mittleren Landesteile ausgreifend steife, in
freien Lagen stürmische Böen zwischen 60 und 70 km/h (Bft 7 bis 8), an
der Ostsee nachlassend, , an der Nordsee aufkommend Sturmböen Bft 8/9. 
Abends über der Deutschen Bucht und entlang der ostfriesischen Küste bei
auf Nord drehendem Wind vorübergehend schwere Sturmböen um 100 km/h (Bft
10) wahrscheinlich.
In der Nacht zum Sonntag von der Nordsee bis zur Oder zeitweise steife bis
stürmische Böen, an der ostfriesischen Küste anfangs auch noch schwere
Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10) aus Nordwest bis West. 

Am Sonntagvormittag an der Ostsee sowie in einigen höheren Berglagen bis
gegen Mittag noch Wind- und stürmische Böen Bft 7/8, danach an der Ostsee
und später auch in den Kamm- und Gipfellagen abflauend.

GEWITTER:
In der Nordhälfte kurze Wintergewitter mit Graupel oder Schnee und Gefahr
von Sturmböen bis 85 km/h (9 Bft).  


Detaillierter Wetterablauf:
Heute südlich der Donau meist heiter und trocken. Auch im
Ostseeküstenumfeld einige Aufheiterungen und weitgehend trocken. Sonst
wechselnd bis stark bewölkt mit Schneeschauern und im Norden kurzen
Graupelgewittern, vor allem von der Altmark bis zum Oderbruch und in
Schleswig-Holstein vorübergehend auch kräftiger Schneefall möglich.
Höchstwerte -2 bis +3 Grad. Mäßiger, mitunter stark böiger Wind um
West, in Hochlagen teilweise stürmisch mit Schneeverwehungen. An der
Nordsee zum Abend vorübergehend schwere Sturmböen aus Nordwest.
In der Nacht zum Sonntag südlich der Donau größere Auflockerungen,
anfangs vereinzelt Schneeschauer. Ansonsten stark bewölkt, gebietsweise
Schneeschauer. Tiefstwerte 0 bis -8 Grad, an den Alpen unter -10 Grad. Im
Osten windig, zunächst an der Nordsee, später an der Ostsee stürmisch. 


Am Sonntag ganz im Süden viel Sonne, im Rest des Landes wolkig bis stark
bewölkt und vorrangig vom Nordwesten bis zum Erzgebirge gebietsweise
Schneeschauer, im Nordseeumfeld auch kurze Graupelgewitter. Höchstwerte
zwischen -3 und +3 Grad. Meist mäßiger, gelegentlich stark böig
auflebender Wind aus Südwest bis West, in Gipfellagen teilweise stürmisch
mit Schneeverwehungen.
In der Nacht zum Montag im Norden viele Wolken und örtlich Schneeschauer.
Sonst teils hochnebelartig bewölkt, teils klar und niederschlagsfrei. Im
Süden stellenweise Nebel. Rückgang auf -1 bis -9 Grad, im Süden über
Schnee -10 bis -15 Grad, an den Alpen lokal darunter.


Am Montag im Norden stark bewölkt und vor allem in Küstennähe
gebietsweise schauerartige Schneefälle, vereinzelt Graupelgewitter. Sonst
Wechsel aus Sonne und Wolken, im Süden abseits zäher Nebel- und
Hochnebelfelder viel Sonne, trocken. Tageshöchstwerte zwischen -5 und +2
Grad. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.
In der Nacht zum Dienstag im Süden teils neblig, teils klar und
niederschlagsfrei. Sonst überwiegend bewölkt, aber nur vereinzelt etwas
Schnee. Tiefstwerte zwischen -3 und -9 Grad, im Süden -10 bis -15 Grad, in
Alpentälern mitunter noch kälter. An der Nordsee um 0 Grad.


Am Dienstag teils hochnebelartig bewölkt, teils aufgeheitert und
weitgehend trocken. Später im Südosten und im Küstenumfeld etwas Schnee.
Vielfach Dauerfrost bei Höchstwerten zwischen -6 Grad und -1 Grad, nur auf
den Nordseeinseln und am Niederrhein zarte Plusgrade. Im Norden mäßiger
Südwestwind, an den Küsten stark böig auflebend, ansonsten
schwachwindig.   
In der Nacht zum Mittwoch im Süden bedeckt, südlich der Donau etwas
Schneefall. In den restlichen Landesteilen teils wolkig, teils klar, in der
Mitte lokal Nebel, allenfalls an der Küste ganz vereinzelt Schneeschauer.
Tiefstwerte zwischen -1 und -10 Grad. 


Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, Dipl.-Met. Marcel Schmid