Deutscher Wetterdienst

Wetter- und Warnlage für Deutschland

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Samstag, 01.04.23, 03:45 Uhr


In einigen Mittelgebirgen bis Sonntagfrüh Dauerregen. Heute in der
Südhälfte und im Küstenumfeld windig bis stürmisch.



Wetter- und Warnlage:
Aus einem Tief über Nordwestdeutschland bildet sich eine Tiefdruckrinne,
die über die Landesmitte nach Süden schwenkt. An ihrer Südflanke gelangt
mit südwestlicher Strömung feuchtmilde Meeresluft in den größten Teil
des Landes. In Norddeutschland setzt der Zustrom von kälteren Luftmassen
von Skandinavien her ein. 

WIND/STURM:
Heute an den Küsten weiter auffrischender Wind aus Ost bis Nordost.
Zunächst im Ostseeumfeld, zunehmend auch an der Nordsee steife, bei
auflandigem Wind bzw. über der offenen See stürmische Böen. Tagsüber
später ins küstennahe Binnenland ausgreifend.
Auch im Südwesten und Süden wieder auffrischender Südwestwind mit teils
stürmischen Böen Bft 8. Auf exponierten Gipfeln Sturmböen oder schwere
Sturmböen 9 bis 10 Bft nicht ausgeschlossen.

In der Nacht zum Sonntag allgemein nachlassender Wind. Im Süden anfangs
Windböen, im weiteren Verlauf nur noch im Bergland stürmische Böen oder
Sturmböen aus Südwest. An den Küsten zum Sonntagmorgen noch steife Böen
aus Ost bis Nordost.

DAUERREGEN:
Bis Sonntag in Staulagen der westlichen und südwestlichen Mittelgebirge,
des Allgäu und des Bayerischen Waldes Dauerregen. Von Freitagfrüh an in
ca. 48 Stunden 40 bis 60 l/qm, im Schwarzwald und Allgäu bis 80 l/qm, in
exponierten Staulagen vereinzelt noch mehr.

LEICHTER FROST/GLÄTTE:
In der Nacht zum Sonntag in Norddeutschland gebietsweise Abkühlung auf
Werte um 0°C, stellenweise somit leichter Frost bis -1°C. Vereinzelt
Glätte durch gefrierende Nässe nicht ausgeschlossen.



Detaillierter Wetterablauf:
Heute meist bedeckt mit Regenfällen, vor allem im westlichen und
südlichen Bergland auch kräftiger Regen. Am Nachmittag von Dänemark her
nachlassender Niederschlag, dort sowie am Alpenrand auflockernde
Bewölkung. Erwärmung im äußersten Norden auf 5 bis 9 Grad, sonst 9 bis
13 Grad. Südlich des Mains in Böen starker, in freien Lagen teils
stürmischer Südwestwind, auf den Bergen teils schwere Sturmböen. An den
Küsten stürmische Böen aus Nordost. Dazwischen schwacher bis mäßiger
Wind aus unterschiedlichen Richtungen. 

In der Nacht zum Sonntag von Norden bis in die nördliche Mitte abklingende
Niederschläge, im Nordwesten teils klar. Sonst bei dichter Bewölkung
weiterhin Regen, in der Mitte in höheren Lagen teils in Schnee
übergehend. Minima zwischen 6 und 0 Grad, im Norden sowie im zentralen
Bergland gebietsweise leichter Frost bis -2 Grad.



Am Sonntag im Norden und Westen häufig sonnig oder nur locker bewölkt und
trocken. Nach Süden und Osten hin überwiegend stark bewölkt bis bedeckt
mit zeitweiligen Niederschlägen, die sich immer mehr Richtung Alpen
zurückziehen. Im Tagesverlauf sinkende Schneefallgrenze auf 400 bis 600 m.
Höchsttemperatur 5 bis 10 Grad mit den höchsten Werten im Westen. Im
höheren Bergland leichter Dauerfrost. Mäßiger bis frischer Nordostwind,
im Nordosten sowie in einigen Hochlagen starke Böen. 
In der Nacht zum Montag weiter auflockernde Bewölkung, vielfach klar. Nur
im Süden und Südosten noch starker bewölkt und an den Alpen etwas
Schnee. Verbreitet leichter Frost zwischen -1 und -5 Grad, im Bergland
stellenweise darunter. Frostfrei lediglich an den Küsten sowie am
Oberrhein.


Am Montag vielfach sonnig und trocken. Nur südlich der Donau sowie im
Osten anfangs noch dichtere Wolken und an den Alpen und an der Grenze zu
Polen vereinzelte Schneeschauer. Höchstwerte 4 bis 9, im Westen und
Nordwesten bis 12 Grad. Mäßiger Nord- bis Nordostwind.
In der Nacht zum Dienstag unterschiedlich bewölkt, teils klar und trocken.
An der See frostfrei, sonst Tiefstwerte zwischen -2 und -7 Grad. 


Am Dienstag im Osten wolkig, sonst nur locker bewölkt, trocken.
Höchstwerte 8 bis 12 Grad im Westen und 5 bis 9 Grad im Osten. Mäßiger
Wind aus Nord bis Nordost.
In der Nacht zum Dienstag meist locker bewölkt. Tiefstwerte 2 bis -3 Grad
im Westen, sonst -1 bis -6 Grad.


Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, Dipl.-Met. Bernd Zeuschner