Deutscher Wetterdienst
am Donnerstag, 01.01.26, 10:30 Uhr
Wetter- und Warnlage:
Detaillierter Wetterablauf:
Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, M.Sc. Met. Nico Bauer
Wetter- und Warnlage für Deutschland
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbacham Donnerstag, 01.01.26, 10:30 Uhr
Nasskalt, gebietsweise stürmisch und wechselhaft, im Bergland winterlich mit Schneefällen und Schneeverwehungen. In der Nacht stellenweise bis ins Flachland kräftige Schneefälle.
Wetter- und Warnlage:
Ein Sturmtief über Südskandinavien sorgt mit polarer Meeresluft für unbeständiges und windiges Wetter in großen Teilen Deutschlands. Einzig der Süden startet mit leichtem Hochdruckeinfluss ins neue Jahr. WIND/STURM: Heute vom Norden bis in die Mitte ausgreifend starker bis stürmischer Wind aus bis Südwest bis West mit Böen bis 70 km/h (7 bis 8 Bft), in Schauern und Gewittern lokal im äußersten Norden auch schwere Sturmböen um 90 km/h (10 Bft). An der See und im höheren Bergland durchweg Sturmböen oder schwere Sturmböen zwischen 75 und 100 km/h (9 bis 10 Bft, in exponierten Hochlagen (Brocken, Fichtelberg) orkanartige Böen bis 110 km/h (11 Bft). Auch in der Nacht zum Freitag noch vielerorts windig bis stürmisch. GEWITTER: Heute vornehmlich in Küstennähe, teils auch ins nördliche Binnenland ausgreifend markante Graupelgewitter mit (schweren) Sturmböen bis 90 km/h (9 bis 10 Bft). SCHNEEFALL/SCHNEEVERWEHUNGEN: Ab heute Nachmittag in der Mitte besonders im Bergland etwas Neuschnee, in Staulagen des Harzes lokal bis zu 10 cm. Im Harz und im Erzgebirge oberhalb von etwa 600 m Gefahr starker Schneeverwehungen (UNWETTER). In der Nacht zum Freitag zunehmend bis in tiefe Lagen Schneefall oder Schneeschauer, besonders in einem Streifen vom nördlichen und östlichen NRW bis nach Südniedersachsen. Dort fallen in der Nacht etwa 5 cm Neuschnee, im Sauerland, im Stau des Harzes, sowie im Weserbergland in höheren Lagen auch markante Mengen zwischen 10 und 20 cm Schnee möglich. Vorhersage aber noch unsicher. In höheren Lagen weiterhin Gefahr von Verwehungen. Sonst im Norden und in der Mitte gebietsweise nur geringe Neuschneemengen zwischen 1 und maximal 5 cm. GLÄTTE: Bis heute Vormittag mit Ausnahme großer Teile Norddeutschlands sowie des Südwestens Glättegefahr durch Schnee oder gefrierende Nässe. In der Nacht zum Freitag abgesehen von Schneeglätte auch Glätte durch überfrierende Nässe. FROST: Heute früh von der Mitte bis in den Süden vielerorts leichter Frost bis -4 Grad, im Süden auch mäßiger Frost um -8 Grad. Tagsüber im höheren Bergland sowie zwischen Main und Donau besonders in windgeschützten Regionen leichter Dauerfrost um 0 Grad. In der Südhälfte in der Nacht zum Freitag im Bergland erneut leichter bis mäßiger Frost zwischen -1 und -5 Grad.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute (Neujahr) im Norden und in der Mitte dicht bewölkt und etwa nördlich der zentralen Mittelgebirge oberhalb von 200 bis 400 m etwas Schnee oder Schneeschauer, in tiefen Lagen Regen. Ab Mittag vor allem im Küstenumfeld kräftige Schauer, vereinzelt Graupelgewitter. Im Süden heiter bis sonnig, trocken. Höchstwerte 0 bis +5 Grad, im Nordseeumfeld bis +7 Grad, im höheren Bergland leichter Dauerfrost. Im Süden mäßiger, sonst teils frischer bis starker, in Böen auch stürmischer Südwest- bis Westwind. An der Nordsee und in Hochlagen Sturmböen, exponiert schwere Sturmböen. In der Nacht zum Freitag an den Alpen wolkig oder gering bewölkt. Sonst wechselnd bis stark bewölkt und schauerartige Niederschläge, zunehmend bis in tiefe Lagen als Schnee oder Schneeregen. An den Küsten weitere teils kräftige Schauer und einzelne Gewitter. Tiefsttemperatur in der norddeutschen Tiefebene 3 bis 1 Grad, sonst +1 bis -5 Grad, im Bergland bis -7 Grad.
Am Freitag bei vielen Wolken verbreitet nasskaltes Wetter mit Schnee- und Schneeregenschauern, im Küstenumfeld auch kurze Graupelgewitter. Im Bergland winterlich. Temperaturmaxima zwischen 0 und +5 Grad, im Bergland leichter Dauerfrost. Mäßiger bis frischer Wind um West mit starken bis stürmischen Böen, an der See Sturmböen, am Abend nachlassend. In der Nacht zum Samstag im Süden aus dichten Wolken anfangs zeitweise Schneefall. Sonst gebietsweise weitere Schneeregen- und Schneeschauer, zwischendurch größeren Auflockerungen. Tiefstwerte zwischen 0 und -5 Grad, an der Nordsee frostfrei, im Bergland teils mäßiger Frost. Glättegefahr!
Am Samstag im Norden und der Mitte überwiegend stärker bewölkt und weitere Schnee- und Graupelschauer, im Norden auch einzelne Gewitter. Im Süden wechselnd wolkig und abgesehen von etwas Schnee an den Alpen weitgehend trocken. Höchstwerte -1 bis 4 Grad, oberhalb 400 bis 600m leichter Dauerfrost. Mäßiger, bei Schauern teils böiger Wind um West. In der Nacht zum Sonntag südlich der Donau teils wolkig, teils stärker aufgelockert und kaum Schnee. Sonst bei oftmals dichter Bewölkung weitere Schneeschauer, Glättegefahr. Tiefstwerte -1 bis -11 Grad, an der Nordsee um 0 Grad.
Am Sonntag im Norden und in der Mitte bei oftmals starker Bewölkung Schneeschauer. Im Süden häufiger Sonne und dort überwiegend niederschlagsfrei. Höchstwerte zwischen -3 und +3 Grad, im Bergland Dauerfrost. Meist mäßiger Wind um Nordwest, im höheren Bergland stark böig mit Schneeverwehungen. An der Nordsee starke Böen aus Nordwest. In der Nacht zum Montag im Norden und der Mitte wechselnd bis stark bewölkt mit weiteren Schneeschauern, im Nachtverlauf nachlassend. Im Süden meist niederschlagsfrei und in Alpennähe klar. Verbreitet Frost zwischen -2 und -6 Grad, im Süden und im höheren Bergland bis -10 Grad, an den Alpen bis -15 Grad. Nur an der Nordsee bei auflandigem Wind noch örtlich frostfrei.
Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, M.Sc. Met. Nico Bauer




